Vorsicht beim
Umgang mit Leinöl zur Holzpflege!
„Mit
Leinöl getränkte Stofflappen sind tickende Brandbomben“
Mit Leinöl getränkte Lappen neigen zur Selbstentzündung und sind bei
unsachgemäßem Umgang oft Ursache für Brände! Wer seine Hölzer in Haus
und Garten mit Leinöl für den Sommer fit macht, sollte die verwendeten
Pinsel gut reinigen und die zum Auftragen verwendeten Stofflappen
sachgerecht aufbewahren oder entsorgen.
Mit den sommerlichen Temperaturen beginnt auch die Garten- und
Terrassenzeit. Viele Menschen bringen ihre Gartenmöbel aus Hartholz oder
Holzterrassen auf Hochglanz und behandeln das Holz oft mit Leinöl als
Witterungsschutz. Zum Auftragen und Nachbehandeln werden dabei meist
Textilstoffe verwendet, die dann mit dem Öl getränkt werden. Von diesen
getränkten Textilstoffen geht eine erhebliche Brandgefahr aus!
Leinöle enthalten Fettsäuren und ungesättigte chemische Verbindungen,
die mit Sauerstoff unter Umständen exotherme Verbindungen eingehen. Die
dabei entstehende Wärme staut sich z.B. in einem zusammengeknüllten
Stofflappen und kann diesen letztlich entzünden.
Wer seine verschmutzten Lappen leichtsinnig in den Müll geworfen hat
oder zusammengeknüllt mit dem Leinöl und den behandelten Hölzern bis zur
Weiterarbeit am nächsten Tag lagert, holt sich eine tickende Brandbombe
ins Haus. Die Warn- und Behandlungshinweise auf den Behältern sollten
deshalb genauestens befolgt werden!
Wer mit Leinöl getränkte Lappen bis zum nächsten Arbeitsgang aufbewahren
will, sollte diese in einem nichtbrennbaren, luftdicht verschließbaren
Behälter lagern und diesen möglichst im Freien, weitab von brennbaren
Materialien und Gebäudeteilen abstellen. Nicht mehr benötigte Lappen
sollten ausgebreitet an der Luft gut getrocknet und anschließend in
luftdicht verschlossenen Behältern der Schadstoffsammlung zugeführt
werden.