ICE entgleist: 450 Rettungskräfte proben
in Windhagen den Ernstfall
300 "Fahrgäste" machen nächtliche Großübung im Windhagener
Günterscheid-Tunnel
besonders realistisch

Windhagen. (hek) Mehr
als 450 Helfer von Feuerwehren, Polizei, Bundespolizei und
Rettungsdienst, allen Katastrophenschutzeinheiten - Leitende
Notärzte, Organisatorische Leiter, Schnelleinsatzgruppen und
Notfallseelsorger - sowie von THW, DRK, Malteser Hilfsdienst,
Johanniter Unfallhilfe, DLRG und Bundeswehr waren in der Nacht zu
Samstag gemeinsam im Einsatz, um rund 300 mit einem entgleisten ICE
3 verunglückte Fahrgäste aus dem Günterscheid-Tunnel zu retten.
So sah es zumindest das
Szenario der Großübung vor, die die Einsatzkräfte aus dem Kreis
Neuwied, dem Rhein-Sieg-Kreis sowie den Kreisen Montabaur und
Altenkirchen absolvierten. Denn an der ICE-Strecke ist nach den
Richtlinien des Eisenbahn-Bundesamtes alle drei Jahre eine
Tunnelübung vorgeschrieben.
Dieses Wochenende wurde nun im Günterscheidtunnel trainiert, und
rund 300 Freiwillige hatten sich bereit erklärt, "Fahrgäste" zu
spielen, und den Einsatz realistischer zu gestalten. Bereis 14
Minuten nach dem angenommen Unfall waren die ersten Helfer vor Ort,
immer mehr füllte sich der Bereich vor dem Tunnel. Zügig, aber ohne
Hektik, wurden rund 30 geschickt als Verletzte geschminkte Fahrgäste
gerettet.
Die übrigen 270 "Fahrgäste", die zuvor mit Bussen zum Zug nach
Montabaur gebracht worden waren, durften sich allerdings mit Hilfe
der Zugbegleiter selbst aus dem Tunnel retten. Gegen 4.30 Uhr war
die Übung abgeschlossen, nun beginnt die Auswertung.
Quelle:
www.General-Anzeiger-Bonn.de (07.04.2008)
Nachtrag des Löschzugs Unkel:
Vom Löschzug Unkel waren gleich 2 Führungskräfte in die technische
Einsatzleitung integriert:
Sascha Wiemer (Gruppenführer der in Unkel stationierten
Teileinheit des Gefahrstoffzugs des Landreises Neuwied) war in der
technischen Einsatzleitung als Lagekartenführer eingesetzt.
Axel Rother (Wehrführer des Löschzugs Unkel) war als S1/S4
(Personal/Versorgung) in der Einsatzleitung tätig.
Des weiteren waren aus der Verbandsgemeinde Unkel die Feuerwehren
Orsberg und Erpel als Tragehilfe nachalarmiert worden.
|